von Mensch zu Mensch

Einweihung des Grabmales auf dem Regenbogenfeld in Hagen/Westf.

Der Verlust eines Kindes bedeutet für Eltern eine emotionale Katastrophe. Das gilt auch für einen frühen Abschied. 2003 initierte die Pfarrerin D.M. Teidelt die Initiative zur Gründung eines entsprechenden Grabfeldes. Dieses ist mittlerweile belegt, so das ein zweites Grabfeld vom Wirtschaftsbertieb Hagen bereitgestellt wurde. Für dieses Feld hat der Gestalter und Bildhauer T.C. Vincent einen Gedenkstein entworfen und gefertigt.

Der Gedenkstein besteht aus zwei Ruhrsandsteinblöcken, gespendet von dem Bestatter Uwe Scherbarth aus Herdecke. Der ruhende, liegende Stein symbolisiert die Endlichkeit des menschlichen Lebens. Der stehende Stein stellt den Bezug zwischen Himmel und Erde, zwischen Ewigkeit und Vergänglichkeit dar. In beide Steine wurden farbige Glaskugeln eingearbeitet. Die Kugel stellt die perfekte Form dar und ist damit ein Verweis auf das menschliche Leben, welches vom Schöpfer perfekt erdacht ist.

Die Farbigkeit der Kugeln trägt dem kindlichen Spieltrieb und der Lebenswelt Rechnung. Vincent hat bewusst rechteckige Löcher in den Stein gehauen. Diese Fehlstellen symbolisieren den Verlust und können ritualisierend mit Erinnerungsstücken oder Kerzen aufgefüllt werden. Zwischen den beiden Steinen verläuft ein Weg, der am Anfang angedeutet ist und ins Ungewisse führt, nachdem der Besucher die Passage durch die Steine genommen hat. Wie jeder Lebensweg unterschiedlich ist, lässt Vincent die zukünftigen Wege bewusst offen.

Im Rahmen einer ökumenischen Andacht wurde die Installation am Weltkindertag, 20. September um 11.00 Uhr auf dem Friedhof Altenhagen eingeweiht.